Systemische Aufstellungen

Aufstellungsarbeit ist eine Methode, die dabei hilft, Zusammenhänge und Verstrickungen in Systemen aufzuzeigen und probehaft in einem geschützten Raum zu verändern. Sie findet üblicherweise in einer Gruppe statt.

Die bekannteste Form systemischer Aufstellungen sind die Familienaufstellungen.Wenn es ein Thema gibt, dass Sie im Zusammenhang mit ihrer Herkunftsfamilie beschäftgt (z.B. „ich bin immer das gute Kind meiner Eltern und traue mich nicht, meinen eigenen Weg zu gehen“), dann können Sie es im Rahmen einer Aufstellung von einer neuen Seite betrachten und Impulse dafür erhalten, was es zur Lösung des darin innewohnenden Konfliktes braucht. Es ist nicht notwendig, dass Ihre ganze Familie dabei anwesend ist. Die einzelnen Personen, die für Sie wichtig sind, werden durch Stellvertreter_innen repräsentiert. Sie suchen sich geeignete Repräsentant_innen aus und weisen diesen eine bestimmte Position im Raum zu. Danach sind Sie eingeladen, das nun folgende Geschehen zu beobachten. Im Allgemeinen stellen sich bei den Repräsentant_innen mit dem Eintauchen in die jeweils zugewiesene Rolle veränderte Gefühle und Handlungsimpulse ein. Hiermit wird dann gearbeitet. Sie erhalten mehr Klarheit über das Gesamtbild, von dem Sie ein Teil sind. Dieses Bild wird dann nach und nach verändert, bis sich die aufgestellten Personen schließlich alle besser oder zumindest gleich gut fühlen (keine Lösung auf Kosten anderer Beteiligter). Zum Schluss werden Sie an die Stelle ihrer eigenen Repräsentantin gebeten, so dass Sie sich selbst im Lösungsbild erfahren können. Ziel ist es, mit neuen Ideen und Einsichten aus der Aufstellung zu gehen und das jeweilige Thema im „richtigen Leben“ anders angehen zu können.

Die Methode lässt sich ebenso gut auf andere Kontexte als die Familie anwenden, z.B. Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft – oder auch innere Konflikte, wenn Sie etwa vor einer großen Entscheidung stehen und mit sich selbst im Widerstreit liegen.

Falls Sie die Aufstellungsarbeit zunächst einmal kennen lernen wollen, ohne ein eigenes Thema anzuschauen, können Sie als Zuschauer_in bzw. Stellvertreter_in dabei sein. Sie lernen hierbei die Methode kennen, ohne selbst ein Anliegen einbringen zu müssen, und nehmen dabei Impulse für Ihr eigenes Leben mit. Dies geschieht z.B. durch die Thematik der Aufstellung oder die in der Rolle erlebten Gefühle, die vielleicht an Eigenes erinnern, vielleicht aber auch völlig Neues aufzeigen.

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